
Der KZ-Verband/VdA Oberösterreich lud aus Anlass des 90. Jahrestages des Beginns des Spanischen Bürgerkriegs und der Gründung der Internationalen Brigaden am Mittwoch, 16. September 2026 zu einer inhaltliche Veranstaltung ins Linzer Volkshaus Keferfeld/Oed ein.
Der stellvertretende Landesvorsitzende des KZ-Verband/VdA OÖ, Raffael Schöberl begrüßte und leitete zum Thema der Veranstaltung ein, die zwei inhaltliche Themenblöcke umfasste. Der Landesvorsitzende des KZ-Verband/VdA Burgenland, DDr. Martin Krenn sprach über „Der national-revolutionäre Krieg des spanischen Volkes 1936-1939. Ursachen, Verlauf und Auswirkungen“, der Historiker , Mag. Florian Schwanninger stellte anschließend „Von der Donau an den Ebro. Oberösterreicher im Kampf gegen Franco“ neuen Lebensbilder von Spanienkämpfern aus Oberösterreich, die als Freiwillige in den Internationalen Brigaden gegen den Faschismus kämpften, vor. „Betty Rossa & Kapelle“ begleiteten die Veranstaltung mit antifaschistischen Liedern des Spanischen Freiheitskampfes.

Martin Krenn zeigte in seinem Beitrag „Der national-revolutionäre Krieg des spanischen Volkes 1936-1939. Ursachen, Verlauf und Auswirkungen“ sowohl die antifaschistisch-demokratische Vorgeschichte als auch die Ursachen und Gründe des faschistischen Militärputsches unter General Franco ab Juli 1936 auf, zeichnete detailliert den Kampfverlauf bis 1939 auf und beschrieb die gewaltigen Anstrengungen der Spanischen Volksfrontregierung und der Kommunistischen Internationale zur Herausbildung der Internationalen Brigaden zur Verteidigung der Spanischen Republik. Zahlreiche Dokumente und Bilddokumente untermauerten sein außergewöhnlich interessantes Referat.

Florian Schwanninger wiederum zeigte in seinem beeindruckenden Beitrag „Von der Donau an den Ebro. Oberösterreicher im Kampf gegen Franco“, der von zahlreichen oberösterreichischen Antifaschisten in den Reihen der Internationalen Brigaden geleistet wurde. Er verwies dabei auch auf die Diplomarbeit „Die oberösterreichischen Spanienkämpfer. Eine Analyse von Lebenswegen zwischen den Jahren 1934 und 1945“ aus dem Jahr 2015 hin. Florian Schwanninger berichtete zu Leben und Kampf von neun oberösterreichischer Spanienkämpfern – Hugo Müller, Franz Willinger, Alois Grünberger, Friedrich Gröblinger, Mathias Hitzenberger, Josef Plieseis, Franz Jaritsch, Johann Wagner und Franz Brandstätter, untermauert mit zahlreichen Bildern und Dokumenten. Ergänzt wurde das Referat von einer mehrminütigen Audiosequenz des kommunistischen Spanienkämpfers Matthias Hitzenberger aus Gmunden. Matthias Hitzenberger erzählte über seinen Kampfeinsatz als Interbrigadist im faschistischen Hinterland. Das Interview wurde dankenswerter Weise vom Stadtarchiv Linz, in dessen Bestand sich das Peter Kammerstätter Archiv befindet, zur Verfügung gestellt.

Der KZ-Verband/VdA Oberösterreich bedankt sich bei den beiden Referenten, „Betty Rossa und Kapelle“ für die musikalische Begleitung und den zahlreichen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für ihr Interesse.
Oktober 11, 2026
Oktober 11, 2026
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