
Vor der Gemeinderatssitzung in Laakirchen begann am Dienstag, 24. Februar 2026, 18 Uhr die Protestkundgebung des KZ-Verband/VdA Oberösterreich mit mehr als 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmern beim Denkmal der Laakirchner Widerstandskämpfer unter dem Motto „Das Mahnmal für den antifaschistischen Widerstand muss sichtbar bleiben!“.

Der Landesvorsitzende des KZ-Verband/VdA Oberösterreich, Harald Grünn, umriss in seiner Rede kurz den Verlauf des Kampfes um das Denkmal der Widerstandskämpfer seit Herbst 2023 und informierte über das Ergebnis der letzten Aussprache zwischen Vertretern der Stadt Laakirchen mit dem Bürgermeister an der Spitze und dem MKÖ, den Sozialdemokratischen Freiheitskämpfern und dem KZ-Verband/VdA OÖ, bei dem nach einem durchaus mühseligen Verlauf von Seiten des Bürgermeisters – auch öffentlich – zugesagt wurde, dass es keinerlei Veränderung am Denkmal der Widerstandskämpfer ohne Einbindung und Zustimmung von unseren Opferverbänden geben wird und das zwei alternative Standorte hier im Ortszentrum geprüft werden.

„Dies war nur möglich durch den großen öffentlichen und medialen Druck sowie die breite Solidarität, für die wir uns aufrichtig bedanken“, so Grünn. An dieser Stelle bedankte sich der Landesvorsitzende des KZ-Verband/VdA OÖ insbesondere bei Gemeinderätin Aloisia Altmanninger für ihre Unterstützung und ihr Engagement.
„Dies ist zumindest ein erster Teilerfolg in der Auseinandersetzung um die Wahrung des Andenkens an diese mutigen Laakirchner Widerstandskämpfer, auf die die Gemeinde mit Recht Stolz sein kann.“, so Grünn.

Der Landesvorsitzende des KZ-Verband/VdA OÖ erinnerte im weiteren Verlauf der Kundgebung an den Widerstandskampf in Laakirchen, insbesondere an Ignaz Bachmaier und die große oberösterreichweit verankerte Widerstandsorganisation „Welser Gruppe“. Der Stellvertretende Landesvorsitzende Raffael Schöberl setzte die Würdigung mit kurzen Biographien zu den Laakirchner Widerstandskämpfern Josef Neubacher, Johann Auinger und Adam Blank fort. Die drei am Denkmal genannten Laakirchner Widerstandskämpfer wurden auf direkten Befehl des Gauleiters gemeinsam mit 39 weiteren Antifaschisten in der Nacht vom 28. auf 29.April 1945 in der Gaskammer von Mauthausen ermordet.

Anschließend legten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen Kranz und rote Nelken zu Ehren der Laakirchner Widerstandskämpfer nieder.

Gemeinderätin Aloisia Altmanninger ergänzte zum Verlauf der Umgestaltung des Platzes aus gemeindepolitischer Sicht und übte scharfe Kritik am bisherigen Vorgehen.
Der Landesvorsitzende des KZ-Verband/VdA OÖ bedankte sich am Ende der Versammlung für die zahlreiche Unterstützung und das große Interesse.

Im Anschluss an die Protestkundgebung fanden noch zahlreiche interessante Gespräche und Diskussionen statt.
Februar 26, 2026
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