D.M. Karbyschew-Gedenken am 21.02.2026

Am Samstag, 21. Februar 2026 fanden in der Gedenkstätte Mauthausen anlässlich des 81. Jahrestags der Ermordung des Generalleutnants der Roten Armee, Dimitrij Michailowitsch Karbyschew gemeinsame Kranzniederlegungen statt.

Die Ehrung fand im Gedenken und zur Erinnerung an Generalleutnant der Roten Armee, Dimitrij Michailowitsch Karbyschew, der in der Nacht von 17. auf 18. Februar 1945 im Alter von 65 Jahren im deutsch-faschistischen Konzentrationslager Mauthausen mit Mithäftlingen grausam ermordet wurde.

 

 

Der Landesvorsitzende des KZ-Verband/VdA Oberösterreich konnte Vertreter des Generalkonsulats Russlands in Salzburg, der Botschaft der Republik Belarus, die Lehrenden und Schülerinnen und Schüler der D.M. Karbyschew Schule bei der Botschaft der Russischen Föderation und von Memory Austria an der gemeinsamen Gedenkkundgebung begrüßen.

D.M. Karbyschew-Gedenken am 21.02.2026

 

Bei der Kranzniederlegung beim Denkmal vor dem Lagertor würdigte der Landesvorsitzende des KZ-Verband/VdA Oberösterreich Leben und Standhaftigkeit des Helden der Sowjetunion, D.M. Karbyschew.

Dimitri Karbyschew wurde 1880 in der Stadt Omsk geboren und absolvierte u.a. die Lehranstalt für Militäringenieure. Er entwickelte sich zu einem bedeutenden Fachmann auf dem Gebiet des Festungsbaus und kämpfte im Russisch-Japanischen und im 1. Weltkrieg. Karbyschew kämpfte auf der Seite der sozialistischen Oktoberrevolution und stellte sein Können in den Dienst der Roten Armee. Unter Frunse kämpfend, beendete er den tobenden Bürgerkrieg und vertrieb die ausländischen Interventen. Nach dem Ende des Bürgerkriegs und der ausländischen Intervention lehrte er u.a. an der Frunse-Militärakademie und erhielt hohe Auszeichnungen.

Nach dem faschistischen Überfall auf die UdSSR, der am 22. Juni 1941 wortbrüchig begann, geriet Generalleutnant Karbyschew nach zahlreichen Gefechten schwer verwundet in Kriegsgefangenschaft. Die deutschen Faschisten erkannten die Fähigkeiten Karbyschews und versuchten, ihn mit Verlockungen und Versprechungen zum Verrat an seinem Heimatland der Sowjetunion zu verleiten. Doch Karbyschew blieb standhaft und unbeugsam. Er ermutigte seine Mitgefangenen, war Teil der illegalen Widerstandsorganisationen, die den Kampf in der Gefangenschaft unaufhörlich fortsetzten. Sein Leidensweg endete nach dreieinhalb Jahren, nach Stationen wie Flossenbürg, Maydanek, Auschwitz, Sachsenhausen hier im Konzentrationslager Mauthausen. Vor 80 Jahren, in der Nacht von 17. auf 18. Februar 1945, wenige Monate vor dem Sieg über den deutschen Faschismus, musste Generalleutnant Karbyschew bei strengem Frost splitternackt hinter der Wäschebaracke stehen und wurde mit eiskaltem Wasser übergossen, bis er zur Eissäule erstarrte.

Bis zum letzten Atemzug war Generalleutnant Karbyschew ein mutiger Kämpfer für die Befreiung der Völker vom faschistischen Joch, ein treuer Sohn seiner sowjetischen Heimat.

Wenige Monate nach der Befreiung Europas vom Faschismus wurde Generalleutnant Karbyschew der Ehrentitel „Held der Sowjetunion“ verliehen.

Die Karbyschew-Schule bei der Botschaft in Wien würdigte ebenso Leben und Wirken ihres Namenspatrons.

Anschließend zogen die Teilnehmenden durch das Lagertor zur Gedenktafel für D.M. Karbyschew an der Klagemauer setzten dort die Ehrung fort.

Weitere Ehrungen fanden bei der Gedenktafel des KZ-Verband/VdA Oberösterreich für die 42 auf direkten Befehl in der Nacht vom 28. auf 29. April 1945 in der Gaskammer ermordeten österreichischen Widerstandskämpfer, davon 33 der Welser Gruppe.

 

Blumen wurden auch bei der Gedenktafel der Republik Belarus, die unmittelbar bei der Gedenktafel der 42 an der Klagemauer angebracht ist, niedergelegt.

 

Der KZ-Verband/VdA Oberösterreich bedankt sich bei allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die würdige Ehrung von Generalleutnant der Roten Armee D.M. Karbyschew.

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